Masterbatch AST: Antistatik-Batches

Produktcode: 6200

Bei dem Masterbatch AST kann der spezifische Oberflächenwiderstand von Kunststoffen gezielt herabgesetzt werden. Es ist je nach Bedarf als Kurzzeit- oder Langzeit-Antistatikum verfügbar.

Negative Folgeerscheinungen elektrostatischer Aufladung, wie z.B. Funkenbildung und Staubanziehung können so vermieden werden. So können Sauberkeit und ein niedriges Brandrisiko gewährleistet werden.

 

Anwendung:

Die elektrische Leitfähigkeit von Kunststoffen liegt ca. 15 Größenordnungen unter der von Metallen. Kunststoffe sind daher sehr gute elektrische Isolatoren, die folglich elektrische Ladungen, die z.B. durch Reibung an der Oberfläche entstehen, nicht ableiten können. Dieses alltägliche Phänomen wird als statische Aufladung bezeichnet. Es sorgt einerseits bei der Verarbeitung für Förderprobleme, weil Granulatkörner auf Grund dieser Ladungskräfte sich nicht ungehindert bewegen und an Metalloberflächen anhaften. Andererseits ziehen statische aufgeladene Oberflächen Schmutzpartikel an und es kann vereinzelt zu Funkenbildungen kommen. Letztlich gibt es Einsatzbereiche wie z.B. im Medizinbereich, wo keinerlei statische Aufladungen auftreten dürfen.

 

Physikalischer Hintergrund:

Als Antistatika werden meist zyklische Moleküle mit einer polaren Seite verwendet. Sie werden während der Compoundierung in geringer Konzentration homogen im Kunststoff verteilt und diffundieren dann entsprechend Ihrer Größe schneller oder langsamer an die Oberfläche des Kunststoffbauteils, wo sie Wassermoleküle aus der Luft ankoppeln. Der so entstehende dünne Wasserfilm sorgt für einen um vier bis fünf Dekaden niedrigeren Oberflächenwiderstand und in Folge für eine deutlich bessere  elektrostatische Ableitung. Die Diffusionsgeschwindigkeit des Antistatikums im Kunststoff ermöglicht die Unterscheidung in Kurzzeit-Antistatika mit hoher Geschwindigkeit und schneller Wirkung und Langzeit-Antistatika mit geringer Geschwindigkeit lang anhaltender Wirkung. Die begrenzte Wirkungsdauer erklärt das partielle Herauslösen und Abführen des Antistatikums durch das Wasser.
Neben den Kurz- und Langzeitantiststika gibt es permanente Antistatika, die intrinsisch leitfähig sind (z.B. Black Carbon, Ruß) und in höherer Konzentration zur Erzielung eines Netzwerkes mit compoundiert werden. Die permanenten Antistatikapartikel sind ortsfest und verändern auf Grund der Konzentration die Volumeneigenschaften des Kunststoffes.

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