APAN TPU-Compounds
Entdecken Sie die Vielseitigkeit der thermoplastischen Polyurethan-APAN-Typen
Thermoplastisches Polyurethan (TPU) ist ein echter Allrounder unter den technischen Kunststoffen. Ob weich, flexibel oder hoch belastbar – TPU bietet herausragende mechanische Eigenschaften und ist gleichzeitig UV- und witterungsbeständig. GODIPLAST liefert TPU in maßgeschneiderten Formulierungen für unterschiedlichste Anwendungen.
Mit den innovativen APAN-TPU-Compounds setzen Sie auf Qualität, Prozesssicherheit und technische Leistungsfähigkeit: von ESD-sicheren Anwendungen, die empfindliche Elektronik schützen, bis hin zu flammhemmenden Typen, die für anspruchsvollste Umgebungen entwickelt wurden.
Ob in der Automobilbranche, in der Elektrotechnik oder im Schuhdesign: Die APAN-TPU-Compounds vereinbaren hervorragende mechanische Eigenschaften, Qualität und Wirtschaftlichkeit. Wir helfen Ihnen, innovative Lösungen mit herausragenden Eigenschaften zu realisieren.
- Für den Spritzguss und die Extrusion
- Von Shore A50 bis Shore D65
- Sehr gute Abriebsfestigkeit bis 30 mm²
- Hohe Reißdehnung bis 750 %
- Halogenfrei Flammgeschützt (von HB bis V0)
- Auch geeignet für den Kontakt mit Lebensmitteln
Vergleich zwischen TPU-Ester und TPU-Ether
Ester-basierte TPU-Compounds zeichnen sich durch ihre hervorragenden mechanischen Eigenschaften, ein gutes Dämpfungsverhalten und eine gute Witterungsbeständigkeit aus.
Anwendungsbeispiele: Schuhe, Sicherheitsschuhe, Rollen, Räder und Vibrationsdämpfungselemente, Mikrospritzguss
Ether-basierte TPU-Compounds zeigen ihre Stärke, wenn es auf Hydrolysebeständigkeit, Mikroorganismenresistenz und hohe chemische Beständigkeit ankommt.
Anwendungsbeispiele: Dichtungen, Förderbänder, Unterwasserausrüstung, Reitsport und Sportartikel für den Tieftemperaturbereich
Produktübersichten und technische Datenblätter:
Häufig gestellte Fragen
Material & Eigenschaften (Expertise)
Welche mechanischen Eigenschaften bietet TPU im Vergleich zu TPE, PVC und Gummi?
TPU kombiniert Elastizität mit sehr hoher mechanischer Belastbarkeit. Typisch sind hohe Abriebfestigkeit, Reißfestigkeit und Weiterreißfestigkeit sowie gute Rückstellfähigkeit.
- Gegenüber TPE ist TPU häufig abriebfester und mechanisch robuster.
- Gegenüber PVC ist TPU meist deutlich flexibler (ohne Weichmacherwanderung) und dynamisch belastbarer.
- Gegenüber Gummi punktet TPU mit thermoplastischer Verarbeitbarkeit (Recyclingfähigkeit, kürzere Prozessketten) bei gleichzeitig sehr guten elastischen Eigenschaften.
Welche Shore-Härtebereiche sind bei TPU-Compounds verfügbar und wie beeinflussen sie die Anwendung?
TPU ist in einem breiten Spektrum verfügbar (typisch Shore A bis Shore D).
- Weichere Typen (Shore A): Dichtungen, Griffe, flexible Bauteile, Dämpfung.
- Härtere Typen (Shore D): technische Bauteile, dünnwandige Teile, hohe Formstabilität, hohe mechanische Belastung.
Je höher die Härte, desto steifer und meist wärmeformbeständiger, aber tendenziell weniger weich-elastisch.
Welche Unterschiede gibt es zwischen TPU-Ether- und TPU-Ester-Typen?
- TPU-Ether: sehr gute Hydrolysebeständigkeit, häufig besser bei feuchter Umgebung, gute Tieftemperaturflexibilität.
- TPU-Ester: oft sehr gute mechanische Festigkeiten und Abrieb, teilweise bessere Beständigkeit gegen bestimmte Öle/Fette (anwendungsabhängig).
Die Auswahl sollte immer an Medium, Klima (Feuchte), Temperatur und Mechanik ausgerichtet werden.
Wie verhält sich TPU in Bezug auf Abriebfestigkeit, Reißfestigkeit und Rückstellvermögen?
TPU gilt als Top-Werkstoff, wenn es um Abrieb und Weiterreißfestigkeit geht. Das Rückstellvermögen ist in vielen Anwendungen hervorragend — besonders bei dynamischen Belastungen (z. B. Rollen, Dämpfungselemente, Schutzummantelungen). Der konkrete Wert hängt stark von Härte, Chemie (Ether/Ester) und Additivierung ab.
Wie temperaturbeständig ist TPU im Dauer- und Kurzzeiteinsatz?
Die Temperaturbeständigkeit hängt vom Typ ab, aber grob gilt: TPU ist für moderate bis erhöhte Temperaturen geeignet, jedoch nicht für Hochtemperaturbereiche wie Hochleistungskunststoffe.
Wichtig für B2B: Entscheidend sind Dauergebrauchstemperatur, Spitzen und die Medien-/Hydrolysebelastung. Für eine belastbare Auslegung sollte man TDS-Werte und den Einsatzfall (Medium, Lastprofil) heranziehen.
Verarbeitung & Produktion (Experience)
Welche Verarbeitungsverfahren eignen sich für TPU (Spritzguss, Extrusion, Blasformen)?
TPU ist sehr gut geeignet für:
- Spritzguss (technische Teile, Dicht-/Funktionselemente, Overmolding je nach Haftungssystem)
- Extrusion (Schläuche, Profile, Folien, Kabelummantelungen)
- Je nach Type/Schmelzfestigkeit auch Blasformen oder Folien-/Plattenprozesse.
Wichtig ist die Auswahl einer Type, die zur gewünschten Schmelzfestigkeit und Fließfähigkeit passt.
Welche Trocknungsparameter sind bei der TPU-Verarbeitung zu beachten?
TPU ist in der Regel hygroskopisch → Trocknung ist kritisch, um Hydrolyse/Abbau, Schlieren, Blasen und Eigenschaftsverlust zu vermeiden.
Praxisorientiert (ohne Zahlen zu “raten”):
- Ziel ist eine niedrige Restfeuchte gemäß Datenblatt.
- Trocknung erfolgt typischerweise im Trockenlufttrockner mit kontrolliertem Taupunkt.
- Bei Materialwechseln und Regrind-Anteilen besonders strikt trocknen.
Welche Verarbeitungstemperaturen sind für TPU-Compounds optimal?
Die optimalen Zylinder-/Werkzeugtemperaturen sind typen- und härteabhängig. Grundregel: so warm wie nötig für stabile Fließfähigkeit und Oberfläche, aber nicht so warm, dass thermischer Abbau einsetzt.
Für belastbare Parameter nutzt man:
- TDS/Verarbeitungshinweise der Type
- Bauteilgeometrie (dünnwandig vs. dickwandig)
- Zykluszeit, Entlüftung, Scherung
Wie beeinflusst TPU die Werkzeugauslegung und Zykluszeiten?
TPU kann je nach Härte/Type:
- hohe Oberflächenqualität liefern, aber braucht saubere Entlüftung, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
- bei weichen Typen: Entformung/Angussauslegung beachten (Verzug, Fadenziehen, Kleben).
Zykluszeiten hängen stark von Wandstärke, Werkzeugtemperatur, Kühlung und Materialtyp ab. TPU kann bei falscher Kühlung zu Verzug/Spannungen führen.
Welche typischen Verarbeitungsfehler treten bei TPU auf und wie lassen sie sich vermeiden?
Typische Fehlerbilder und Gegenmaßnahmen:
- Blasen/Schlieren/Silberstreifen → meist zu feucht: besser trocknen, Materialhandling prüfen.
- Oberflächenmatte Stellen/Verbrennungen → Entlüftung, Scherung, Temperaturprofil prüfen.
- Fadenziehen → Anguss/Heißkanal-Setup, Werkzeugtemp, Entformung und Rückzugparameter optimieren.
- Sprödigkeit/Eigenschaftsverlust → Überhitzung/zu lange Verweilzeit, Feuchte (Hydrolyse) kontrollieren.